Porsche 917K

Da ich meine digitale Rennsoftware mittlerweile fertiggestellt habe, war es an der Zeit, mir ein erstes Dreier-Set an Fahrzeugen zuzulegen.

Warum eigentlich nur drei Fahrzeuge? Ja weil meine Bahn relativ klein ist und noch mehr Fahrzeuge zum Chaos führen würden. Daher habe ich auch meine Rennsoftware auf diese Zahl ausgelegt.

Für mein erstes Digital-Set habe ich den Porsche 917K ausgewählt. Technische Infos zu den realen Fahrzeugen finden sich bei Wikipedia.

Das gelb/grüne Modell wurde so im Jahr 1971 von den beiden deutschen Fahrern Rheinhold Joest und Willy Kauhsen im Team Auto USDAU bei den 1000 km von Brands Hatch gefahren, wo sie den 7. Platz belegten.

Die Gulf-Ausführung soll angeblich so 1970 bei den 6 Stunden von Watkins Glen mitgefahren sein. Nach meinen Infos ist er dort nur zu Testzwecken zum Einsatz gekommen.


Vic Elford und Gérard Larousse haben den Porsche 917K vom Martini & Rossi Racing Team 1971 bei den 12 Stunden von Sebring ganz oben auf’s Podest gefahren.




Die Porsche-Modelle sind etwas leichter und werden wahrscheinlich auf meiner Bahn etwas Blei benötigen. Auf dem o.a. Foto sieht man die PU-Reifen von Frankenslot, die ich auf alle meiner D124-Fahrzeuge aufziehe.

Drei Regler kurz vor dem Brexit

Nein, ich habe mich nicht verschrieben. Heute sind meine drei neuen Pistolen-Regler eingetroffen.

Es handelt sich dabei um digitale Regler der Firma Truspeed aus England. Die sind mit dem Carrera-Digitalsystem kompatibel und mittlerweile in der Version VI auf dem Markt. Die Version VI ist in zwei Varianten erhältlich, nämlich mit und ohne Bremse. Ich habe mich für das letztere Modell entschieden, da ich keine besondere Verwendung für diesen zusätzlichen Bremsknopf habe. Darüber hinaus liegt der Drucktaster direkt über dem Spurwechseltaster, was gegebenenfalls zu Verwechselungen führen kann.

Zugegeben, ich hatte bis jetzt neben dem Original-Daumenregler keine größeren Vergleichsmöglichkeiten, so dass ich mich in diesem Fall für die günstigste Variante entschieden habe. Der Preis von ca. 56€ incl. Fracht war schon recht verlockend. Neben dem Anschlusskabel ist dem Regler noch ein längerer Trigger beigelegt, mit dem man den kleineren, standardmäßig verbauten Hebel mühelos und ohne Werkzeug austauschen kann. Das abgebildete Spiralkabel ist 4 Meter lang und habe ich separat in der slotcarfactory erworben.

Den Regler habe ich heute auch schon kurz testen können. Er liegt gut in der Hand und ist mit dem längeren Trigger für mich auch leicht dosierbar. Lediglich das Ansprechverhalten könnte meines Erachtens etwas stärker sein. Für meine D124-Slotcars musste ich den dafür angedachten Drehknopf auf der Oberseite des Gehäuses auf die Maximalstellung drehen, was in diesem Fall so gerade noch ausreichend war. Der Weichentaster liegt auf der Rückseite des Gehäuses, ist gut erreichbar und hat während des Tests all das gemacht, was er soll, nämlich die Weiche auslösen.

Mir gefällt der Regler. Das etwas schwache Ansprechverhalten ist zu verkraften. Insbesondere auch deswegen, weil die drei Regler bei mir an der Bahn von allen Mitstreitern genutzt werden und niemand mit einem anderen Modell unterwegs ist.

Regler-Halter für kleines Geld

Jeder Slotter kennt das Problem: Kurz mal eben den Regler zur Seite gelegt und schon ist es passiert. Der Regler fällt auf den Boden oder ein Mitstreiter knallt mit seinem Slotcar dagegen.

Deswegen ist der Regler-Halter ein Muss, auch an jeder Heimbahn. Nun gibt es da sehr viele Ausprägungen. An meiner alten Holzbahn hatte ich sehr schöne Exemplare aus gefrästem Aluminium. Die hatten auch den Vorteil, dass man darin den Regler sehr einfach und schnell einhängen konnte, ohne sich groß konzentrieren zu müssen. Leider habe ich die Halter damals mit der Bahn verkauft.

Zur Zeit kann man diese Halter auch nur für relativ viel Geld in Amerika ordern. Daher habe ich mich nach einer Alternative umgeschaut. Da gibt es im Netz sehr viele Tipps, aber leider hat mir da nichts so richtig zugesagt. Oftmals lag das an der Optik, aber in allen Fällen fehlte mir die o.a. Leichtigkeit beim Einhängen. Bis mir dann im örtlichen Baumarkt Sparrenpfettenanker in die Hände fielen, was mich auf eine Idee brachte und zur Tat schreiten ließ.

Auf dem Bild fast ist alles zu sehen, was man zum Bau des Halters braucht. Leider habe ich die Schrauben vergessen und  musste ich die Schere durch ein scharfes Cuttermesser ersetzen, weil ich bei der Verarbeitung des Panzerbandes doch so meine Schwierigkeiten hatte.

Scharfes Cuttermesser, Blechschere, Kantenschutz, Sparrenpfettenanker rechts und links, Holzschrauben, Panzerband o.ä.

In meinem Fall habe ich für die Erstellung von 3 Haltern gerade mal 12€ berappen müssen.

Los geht’s:

Die Sparrenpfettenanker sind für grobe Arbeiten gedacht und haben daher hier und da ein paar scharfe Kanten. Von daher ist es ratsam, die Stellen, die vom Kantenschutz nicht abgedeckt werden, mit anderem Material zu schützen. Ich habe mich hier für Panzerband entschieden.

Der Kantenschutz sollte ausreichend groß bemessen sein, ansonsten löst er sich zu schnell wieder ab. Mein Exemplar ist metallverstärkt, weshalb ich zum Schneiden eine Blechschere benötigte.

Das Ganze noch einmal auf er Gegenseite. An dieser Stelle muss man sich dann auch allmählich dahingehend entscheiden, wie breit der Halter denn werden soll.

Ich habe mich für die schmale Variante entschieden und lasse die beiden Anker überlappen. Damit ich den unteren Kantenschutz schon am Arbeitstisch anbringen kann, habe ich zur Fixierung die zur Befestigung angedachten Holzschrauben in die Löcher gesteckt.

Der letzte Kantenschutz kann erst an der Bahn angebracht werden, weil dabei aufgrund der Form dann doch etwas mehr Kraft aufgebracht werden muss.

Die Schrauben lasse ich dann auch noch verschwinden…..

Und dann noch etwas Kosmetik an den verschiedensten Stellen….

Und schon ist der Regler-Halter fertig……

2. Renntag am 04.01.2019

Am vergangenen Freitag sind wir insgesamt 2312 Rennrunden gefahren und haben die Gesamtzahl somit auf 3569 geschraubt. Die schnellste Rennrunde liegt mittlerweile deutlich unter 5 Sekunden. Da muss ich mir langsam Gedanken um die Sicherheitszeit machen. Die schnellste Rennrunde liegt jetzt bei 4,57 Sekunden und wurde von Go!!!Markus gefahren.

Ich empfand es als einen gelungenen Rennabend. Es haben sich zwar noch zwei kleine Mängel an meiner Rennsoftware gezeigt, aber nach Austausch einer Reflex-Lichtschranke hat die Zeitmessung insgesamt zuverlässig funkioniert. Es bleibt natürlich abzuwarten, ob die Hardware auf lange Sicht hin einwandfrei bleiben wird, da sie doch eher Bastelcharakter hat.

Vielen Dank an Thomas (Lucky65) für die gestellten Autos und die Bilder vom Rennabend!

BRM Mini 1/24 – Hightech mit deutlichem Verbesserungspotential

Kurz vor Weihnachten habe ich meine beiden Minis beim Slotcarstore in Essen abgeholt. Bisher habe ich keine Infos dazu gefunden, ob es hierzu irgendwelche Originale in einer Rennserie gegeben hat, so dass ich Euch hier ersteinmal nur mit den Modellbildern dienen kann.

In Anbetracht des doch dreistelligen Einkaufspreises, bin ich dann von der Ootb-Performance der Slotcars eher enttäuscht: An beiden Fahrzeugen musste ich die vordereren Radkästen im Bereich der Stossstange mit einer Feile erweitern, damit die Voderräder überhaupt frei drehen konnten. Allgemein ist der Platz in den Radkästen sehr knapp bemessen, so dass ich das Chassis des weißen Martini sogar noch unterlegen musste.

Stand jetzt hoppelt der Martini auch noch wie ein Hase, was auf meiner Kunststoffbahn noch zu ertragen ist, auf einer Holzbahn aber eher ein NoGo wäre. Da muss ich mich nochmal mit der Hinterachse beschäftigen. Die ist allerdings ein Wunderwerk der Technik, da mit einem Gelenk versehen. Dies ermöglicht ab Werk die Einstellung eines negativen Sturzes, der wiederrum für eine sehr gutmütige Fahrweise trotz der ungünstigen Abmessungen sorgt.

Frisch vom Weihnachtsmann – Carrera D124 Mercedes SLS Team Car Collection

Zu Weihnachten habe ich mir den SLS Martini von Carrera gegönnt. Geliefert wurde er wie immer und ohne Probleme vom slotcarstore in Essen.

Das Original wurde so im Jahr 2014 von Christian Bracke, Peter Schmidt, Mirko Schultis und Renger van der Zande bei den 12h von Zandvoort ganz oben auf‘s Podest gefahren.

Hier ein paar Bilder vom Modell…

Da ich ja bekanntlicherweise wieder auf Kunststoffschienen unterwegs bin, braucht so ein D124 – Fahrzeug kaum weiterführende Tuningmaßnahmen.

Lager geölt, Ritzel gefettet und geschliffene PUs von Frankenslot aufgezogen. So fährt das slotcar einwandfrei.

1. Renntag am 09. November 2018

Am Freitag, den 09.11.2018 wurden die ersten Rennen auf dem neu erstellten Rhein-Ruhr-Ring gefahren!

Obwohl meine selbst entwickelte Rennsoftware noch einige Kinderkrankheiten zu Tage förderte, konnten wir ein paar schöne Rennen austragen.

 

 

 

 

 

 

 

Um es auf den Punkt zu bringen: Meine Leistung bietet wohl noch genügend Verbesserungspotential! 🙁

 

 

Es geht drunter und drüber – Der Brückenbau

Auch beim Brückenbau habe ich mich für das leichte Pappel-Sperrholz entschieden. Hier allerdings in der Stärke von 10mm, was eher einem Zufall zu verdanken ist. Die Stärken 6mm und 8mm waren ausverkauft und von daher gab’s die 10mm zum gleichen Preis.

Die 10mm haben natürlich, was die Standfestigkeit anbetrifft, schon einen gewissen Vorteil. Aber, um es vorwegzunehmen, auch einen ernsten Nachteil:

 

Mach Dich krumm!

 

Es braucht schon einiges an Überzeugungskraft, damit die Brücke die gewünschte Form annimmt!

Ansonsten gibts zum Bau eigentlich nicht viel zu sagen…..

 

…..drunter schieben

 

 

….anzeichnen

 

 

…aussägen

 

 

fertig!

 

 

Der Überstand an der linken Seite, kurz vor der tatsächlichen Überfahrt ist kein Verschnitt. Da befindet sich mittlerweile noch ein Randstreifen!

 

Was noch zu sagen bleibt:

  • Ich habe die Teilstücke so groß wie eben möglich gelassen. Kleinteile machen nur Stress beim Ausrichten.
  • Bei mir liegt ein Schnitt genau in der Mitte der Überfahrt, dort wo die Brücke am höchsten ist. Das würde ich heute nicht mehr so machen. Da ist ein deutlicher Knick zu sehen, der sich nur schwer kaschieren ließ.
  • Als Brückenpfeiler habe ich Rohrisolierung für Solaranlagen verwendet. Die erschienen mir ein wenig stabiler, als die für den Heizungsbau. Sie lassen sich mit einem Teppichmesser leicht schneiden und sind auch preisgünstig.
  • Die Kurven leicht nach innen neigen.

 

Die Krake – Eine duale Umschaltbox

Da ich kein filigraner Lötexperte bin, habe ich davon abgesehen, eine entsprechende Umschalt-Vorrichtung direkt an der Control-Unit anzubringen. Stattdessen habe ich mich entschieden, die Vorrichtung, mit der man zwischen Digital- und Analogbetrieb umschalten kann, in einer etwas stabileren Verteilerdose unterzubringen. Da mir dadurch natürlich auch mehr Platz zur Verfügung steht, kann diese Vorrichtung dann auch etwas mehr: So brauche ich wirklich nur noch den Schalter umzulegen, um das jeweilige System in Betrieb zu nehmen. Ein Umstöpseln der Stromquellen ist nicht notwendig.

 

Anschlussübersicht

 

Im Gegensatz zum Analogbetrieb, liegt der Pluspol beim Digitalsystem auf der linken Seite. Um beide Systeme in gleicher Fahrtrichtung zu betreiben, müssen die Pole am Schalter für analog und digital also seitenverkehrt zueinander angelötet werden. Darüber hinaus werden die beiden Slots im Digitalbetrieb systembedingt natürlich  nicht getrennt. Die beiden Plus- und Minuspole müssen daher jeweils miteinander verbunden werden (Schwarz an Schwarz und Rot an Rot!). Auf das Arduino Zeitmessungs- und Stromabschaltsystem gehe ich in einem anderen Beitrag ein.

Wichtiger Hinweis: Die Arbeit an elektrischen Geräten/Systemen ist gefährlich. Ich übernehme keine Verantwortung für die Richtigkeit der von mir erstellten Dokus oder den Folgen, die sich durch den Nachbau dieser ergeben können.

Kleine Bauanleitung:

Wie schon erwähnt, habe ich für meine Umschaltbox eine handelsübliche Verteilerdose mit verschraubtem Gehäusedeckel gekauft. Auf den Deckel habe ich, entsprechend der obigen Grafik, die einzelnen 4mm-Buchsen angezeichnet und im Anschluss die dafür notwendigen Löcher im Durchschnitt der Metallgewinde gebohrt. Das mittlere Loch ist für den Schalter vorgesehen.

 

Bohrungen

 

Danach habe ich ein ungefähres Maß für die Kabellängen ermittelt, so dass sie von der Mitte des Deckels zum weitest entfernten Loch reichen. Dabei sollte man unbedingt einen Überschuss dazurechnen, da die Buchsen aufgerichtet werden müssen, um sie in die Bohrung einzuführen. Ich habe 0,75mm starkes Lautsprecherkabel verwendet. Die auf Maß geschnittenen Kabel habe ich jeweils an eine Buchse und einem Pol des Schalters angelötet.

 

Die Krake – Lötarbeiten am 12-poligen Schalter

 

Die „Krake“ habe ich dann mit dem Gehäusedeckel verheiratet, die Plastikhülsen wieder auf die Buchsen gedreht und auf der anderen Seite mit den dazu vorgesehenen Muttern befestigt. Dabei ist schon ein wenig Konzentration notwendig. Ein Anschlussplan und verschiedenfarbige Kabel helfen dabei, einen Kurzschluss zu vermeiden…..

 

„Krakenheirat“

 

Wie man am obigen Bild erkenn kann, hätte ich fast verschwiegen, dass nicht nur die „Krake in der Box lebt“ sondern ja auch noch eine Verbindung zwischen Netzteil-Eingang und Digital-Out /Anlog-Out hergestellt werden muss. Ja, beide System werden also gleichzeitig mit Energie versorgt! Aber keine Angst, die Wiedereinspeisung erfolgt ja über den Schalter, so dass beide Welten nie auf einander prallen können. Im Zweifelsfall würde also ein System nur unnötig Strom verbrauchen, was aber systembedingt eigentlich auch nicht vorkommen kann.

Jetzt nur noch den Deckel auf das Gehäuse schrauben…….

 

 

Fertige Dose

 

…und alles schön beschriften!

 

Beschriftung

 

Noch ein letzter Tipp: Wie man an der Schalterbeschriftung erahnen kann, funktioniert mein Schalter anders, als zumindest  ich es erwartet hätte. Um die auf dem Bild befindliche rechte Seite (A-IN R…) frei zu schalten, muss der Schalter nach links gelegt werden!

Licht ins Chaos – Zusamenbau der Schienen

Ok, über den Zusammenbau der Schienenstücke gibt es eigentlich nichts Wichtiges zu erzählen, außer dass ich immer einen größeren Abschnitt von ca 5 Schienenteile „auf dem Rücken“ zusammengesteckt und mit den Schienenverbindern  versehen habe. Das geht wesentlich einfacher, als die Verbinder blind einzuschieben. Diese Vorgehensweise hat aber auch einen kleinen Nachteil.  Bei den Kurven ist es mir durchweg noch gelungen seitenverkehrt zu denken, aber bei den Weichen habe ich mich dann doch schon mal leicht vertan.

 

Schienenverbinder auf der Rückseite
Schienenverbinder auf der Rückseite

Und wie man unschwer erkennen kann, gilt es einige dieser Schienenverbinder anzubringen. Der Zusammenbau der Bahn ist also schon auch etwas zeitaufwendiger.

In der Folge ein kleiner Abriss des Aufbaus…..

 

 

 

 

 

 

 

Zum Schluss dann doch noch ein kleiner Tipp. Ich habe die Kontakte nach dem Zusammenbau ein wenig geweitet, damit Stromspannungsverluste möglichst gering bleiben.