4. Renntag am 10. Mai 2019

Der Sommer kündigt sich an und so flacht auch das Interesse am Slotten ein wenig ab. In der Folge waren wir am Freitag leider nur zu dritt, aber so blieb auch etwas mehr Zeit zum Fachsimpeln. Zudem konnten wir einige Digital-Runden drehen, da der harte Analog-Kern nicht zugegen war. Meine digitale Rennsoftware macht mir noch immer Sorgen. Ich habe zwar einen simplen Workaround gefunden (CU nach jedem Rennen neu starten), aber die Fehlmessungen treten noch immer auf, sobald die CU längere Zeit in Betrieb ist. Über den Abend sind wir 504 analoge und 853 digitale Runden gefahren. Die Anzahl der Analog-Runden erhöht sich somit auf 5656 und die der Digital-Runden auf 1186, macht also in der Summe 6842.

Bei den digitalen Rennen musste ich mich leider geschlagen geben, aber analog konnte es nicht besser laufen!

LaPaDu

Am Samstag habe ich dem Landschaftspark Nord in Duisburg nochmal einen kurzen Besuch abgestattet. Dabei handelt es sich um einen ca. 180 Hektar großen Landschaftspark, der um ein stillgelegtes Hüttenwerk in Duisburg-Meiderich angelegt wurde.

Ich wollte dort mein neues Kamera-System antesten, was sich anbot, weil ich kurze Zeit vorher das gleiche Motiv mit meinem alten System abgelichtet hatte.

Fujifilm X-T3, XF 16-55, F11, 120 sec, ISO 160

Leider war es zu dieser Stunde sehr diesig, aber ich denke, das das Foto doch noch vorzeigbar ist.

Reste-Verwertung

Die Tage wollte ich eigentlich die kleine Blechhütte im Garten aufräumen. Da stolperte ich dann über einen Karton mit Holzresten, die vom Bau der Bahn-Unterkonstruktion übrig geblieben sind.

Zu schade für den Müll, dachte ich mir und machte mir Gedanken über eine mögliche Anschluss-Verwendung. Die hatte ich dann zumindest für die diversen Latten-Reste auch schnell gefunden:

Die Latten habe ich einfach in ca. 1,5 cm dicke Scheiben geschnitten und anschließend noch ein wenig abgeschliffen.

Und was kann man jetzt mit diesen Holzblöcken machen?

Ich benutze sie als Standfuß für meine Slotcars. Ok, das ist jetzt nicht die genialste Erfindung in der Slotcar-Welt, aber immerhin habe ich jetzt eine einheitliche Lösung und muss nicht immer auf das zurückgreifen, was ich gerade irgendwo finde. Jetzt hab ich mal 20 Stück vorgesägt und wenn die aufgebraucht sind, kann ich für kleines Geld und 15 Minuten Arbeit für Nachschub sorgen.

Ford Capri Zakspeed

Zwei Slotter-Kumpels haben sich die Tage diese zwei Boliden gegönnt, obwohl sie vorrangig nur auf meinem RRS-Ring gefahren werden. Erst einmal Danke dafür an Matrix220170 und Lucky65!

Carrera D124 Ford capri Zakspeed Turbo „Würth-Zakspeed Team, No.2“ und „D&W-Zakspeed Team, No.53“

Namentlich handelt es sich um die beiden Modelle Carrera D124 „Würth-Zakspeed Team, No.2“ und „D&W-Zakspeed Team, No.53“

OotB bringt das Slotcar 80 Gramm auf die Waage.

Mit dem „Würth-Zakspeed Team, No.2“ gewann Klaus Ludwig im Jahr 1981 die Deutsche Rennsport Meisterschaft der Division II.

Der „D&W-Zakspeed Team, No.53“ wurde im Jahr 1980 von Klaus Niedzwiedz in der Division II der Deutschen Rennsport Meisterschaft gefahren.

Die beiden Fahrzeuge bringen von Haus aus eine gute Performance mit. Ich habe lediglich auf der Hinterachse Frankenslot PUs aufgezogen. Sie konnten bei Ihrem ersten Renneinsatz am 15.03.2019 richtig begeistern.

3. Renntag am 15.03.2019

Leider waren wir heute nur mit vier Slottern am Start. Der Stimmung tat es keinen Abbruch, aber die Gesamtzahl der analog gefahrenen Rennrunden konnte daher nur um 1583 auf insgesamt 5152 Runden erhöht werden. Als Premiere haben wir auch 333 digitale Rennrunden gedreht.

Hier die einzelnen Ergebnisse:

Mein persönliches Fazit: Mit drei ersten Plätzen könnte ich zufrieden sein, wäre da nicht der letzte Platz beim SLS/CR7-Rennen. Das geht ja nun mal garnicht.

Die analoge Zeitmessung scheint nun stabil zu laufen. Es gab keine Fehlmessungen. Nur bei einem Rennen trat eine ungewollte Frühstarterkennung auf, die ich auf einen äußeren Einfluss durch Schatten zurückführe.

Im digitalen Bereich traten allerdings noch ein großes Problem und ein paar weitere Kleinigkeiten auf. Letztere habe ich allesamt schon aus dem Weg geräumt, aber die festgestellten Fehlmessungen sind erst einmal inakzeptabel. Da muss ich noch auf die Suche gehen. Ich vermute die Ursache entweder beim Abfrageintervall in Richtung ControlUnit oder Probleme bei der Bluetooth-Übertragung.

Porsche 917K

Da ich meine digitale Rennsoftware mittlerweile fertiggestellt habe, war es an der Zeit, mir ein erstes Dreier-Set an Fahrzeugen zuzulegen.

Warum eigentlich nur drei Fahrzeuge? Ja weil meine Bahn relativ klein ist und noch mehr Fahrzeuge zum Chaos führen würden. Daher habe ich auch meine Rennsoftware auf diese Zahl ausgelegt.

Für mein erstes Digital-Set habe ich den Porsche 917K ausgewählt. Technische Infos zu den realen Fahrzeugen finden sich bei Wikipedia.

Das gelb/grüne Modell wurde so im Jahr 1971 von den beiden deutschen Fahrern Rheinhold Joest und Willy Kauhsen im Team Auto USDAU bei den 1000 km von Brands Hatch gefahren, wo sie den 7. Platz belegten.

Die Gulf-Ausführung soll angeblich so 1970 bei den 6 Stunden von Watkins Glen mitgefahren sein. Nach meinen Infos ist er dort nur zu Testzwecken zum Einsatz gekommen.


Vic Elford und Gérard Larousse haben den Porsche 917K vom Martini & Rossi Racing Team 1971 bei den 12 Stunden von Sebring ganz oben auf’s Podest gefahren.




Die Porsche-Modelle sind etwas leichter und werden wahrscheinlich auf meiner Bahn etwas Blei benötigen. Auf dem o.a. Foto sieht man die PU-Reifen von Frankenslot, die ich auf alle meiner D124-Fahrzeuge aufziehe.

Drei Regler kurz vor dem Brexit

Nein, ich habe mich nicht verschrieben. Heute sind meine drei neuen Pistolen-Regler eingetroffen.

Es handelt sich dabei um digitale Regler der Firma Truspeed aus England. Die sind mit dem Carrera-Digitalsystem kompatibel und mittlerweile in der Version VI auf dem Markt. Die Version VI ist in zwei Varianten erhältlich, nämlich mit und ohne Bremse. Ich habe mich für das letztere Modell entschieden, da ich keine besondere Verwendung für diesen zusätzlichen Bremsknopf habe. Darüber hinaus liegt der Drucktaster direkt über dem Spurwechseltaster, was gegebenenfalls zu Verwechselungen führen kann.

Zugegeben, ich hatte bis jetzt neben dem Original-Daumenregler keine größeren Vergleichsmöglichkeiten, so dass ich mich in diesem Fall für die günstigste Variante entschieden habe. Der Preis von ca. 56€ incl. Fracht war schon recht verlockend. Neben dem Anschlusskabel ist dem Regler noch ein längerer Trigger beigelegt, mit dem man den kleineren, standardmäßig verbauten Hebel mühelos und ohne Werkzeug austauschen kann. Das abgebildete Spiralkabel ist 4 Meter lang und habe ich separat in der slotcarfactory erworben.

Den Regler habe ich heute auch schon kurz testen können. Er liegt gut in der Hand und ist mit dem längeren Trigger für mich auch leicht dosierbar. Lediglich das Ansprechverhalten könnte meines Erachtens etwas stärker sein. Für meine D124-Slotcars musste ich den dafür angedachten Drehknopf auf der Oberseite des Gehäuses auf die Maximalstellung drehen, was in diesem Fall so gerade noch ausreichend war. Der Weichentaster liegt auf der Rückseite des Gehäuses, ist gut erreichbar und hat während des Tests all das gemacht, was er soll, nämlich die Weiche auslösen.

Mir gefällt der Regler. Das etwas schwache Ansprechverhalten ist zu verkraften. Insbesondere auch deswegen, weil die drei Regler bei mir an der Bahn von allen Mitstreitern genutzt werden und niemand mit einem anderen Modell unterwegs ist.

Regler-Halter für kleines Geld

Jeder Slotter kennt das Problem: Kurz mal eben den Regler zur Seite gelegt und schon ist es passiert. Der Regler fällt auf den Boden oder ein Mitstreiter knallt mit seinem Slotcar dagegen.

Deswegen ist der Regler-Halter ein Muss, auch an jeder Heimbahn. Nun gibt es da sehr viele Ausprägungen. An meiner alten Holzbahn hatte ich sehr schöne Exemplare aus gefrästem Aluminium. Die hatten auch den Vorteil, dass man darin den Regler sehr einfach und schnell einhängen konnte, ohne sich groß konzentrieren zu müssen. Leider habe ich die Halter damals mit der Bahn verkauft.

Zur Zeit kann man diese Halter auch nur für relativ viel Geld in Amerika ordern. Daher habe ich mich nach einer Alternative umgeschaut. Da gibt es im Netz sehr viele Tipps, aber leider hat mir da nichts so richtig zugesagt. Oftmals lag das an der Optik, aber in allen Fällen fehlte mir die o.a. Leichtigkeit beim Einhängen. Bis mir dann im örtlichen Baumarkt Sparrenpfettenanker in die Hände fielen, was mich auf eine Idee brachte und zur Tat schreiten ließ.

Auf dem Bild fast ist alles zu sehen, was man zum Bau des Halters braucht. Leider habe ich die Schrauben vergessen und  musste ich die Schere durch ein scharfes Cuttermesser ersetzen, weil ich bei der Verarbeitung des Panzerbandes doch so meine Schwierigkeiten hatte.

Scharfes Cuttermesser, Blechschere, Kantenschutz, Sparrenpfettenanker rechts und links, Holzschrauben, Panzerband o.ä.

In meinem Fall habe ich für die Erstellung von 3 Haltern gerade mal 12€ berappen müssen.

Los geht’s:

Die Sparrenpfettenanker sind für grobe Arbeiten gedacht und haben daher hier und da ein paar scharfe Kanten. Von daher ist es ratsam, die Stellen, die vom Kantenschutz nicht abgedeckt werden, mit anderem Material zu schützen. Ich habe mich hier für Panzerband entschieden.

Der Kantenschutz sollte ausreichend groß bemessen sein, ansonsten löst er sich zu schnell wieder ab. Mein Exemplar ist metallverstärkt, weshalb ich zum Schneiden eine Blechschere benötigte.

Das Ganze noch einmal auf er Gegenseite. An dieser Stelle muss man sich dann auch allmählich dahingehend entscheiden, wie breit der Halter denn werden soll.

Ich habe mich für die schmale Variante entschieden und lasse die beiden Anker überlappen. Damit ich den unteren Kantenschutz schon am Arbeitstisch anbringen kann, habe ich zur Fixierung die zur Befestigung angedachten Holzschrauben in die Löcher gesteckt.

Der letzte Kantenschutz kann erst an der Bahn angebracht werden, weil dabei aufgrund der Form dann doch etwas mehr Kraft aufgebracht werden muss.

Die Schrauben lasse ich dann auch noch verschwinden…..

Und dann noch etwas Kosmetik an den verschiedensten Stellen….

Und schon ist der Regler-Halter fertig……

PS: Ich liebe Dich!

Am letzten Sonntag habe ich gemeinsam mit meinem Sohn das Museum Kunstpalast in Düsseldorf besucht. Derzeit ist dort u.a. die Sonder-Ausstellung „PS: Ich liebe Dich!“ beheimatet. Der Titel der Ausstellung ist zwar super passend gewählt, lässt aber nicht unbedingt vermuten, dass es sich hier um eine Autoausstellung handelt. Natürlich handelt es sich nicht um eine normale Autoshow, sondern dort werden noch bis zum 10. Februar 2019 ausgewählte Exponate klassischer Sportwagen gezeigt. Dabei hat man es verstanden, die Exponate im wahrsten Sinne des Wortes ins richtige Licht zu rücken. Für mich als Hobbyknipser ein echter Traum!

Um so enttäuschter war ich dann am Tag unseres Besuches: Schon im Innenhof erwartete uns eine Schlange Gleichgesinnter, an deren Ende wir uns geduldig einreihen mussten. Wäre ich doch nur früher aufgestanden! Und so bestätigte sich dann auch meine böse Vorahnung: Die Ausstellung war so gut besucht, dass Fotografieren eigentlich kaum möglich war, insbesondere für mich, da ich nur mit einem manuellen Objektiv ausgestattet und somit etwas gemächlicher unterwegs bin.

So kann ich Euch hier nur zwei Fotos zeigen, die man mit etwas mehr Ruhe bestimmt auch noch besser hätte einfangen können…..

Ferrari 250 GT SWB Berlinetta Competizione – 1961
Sony A7RII / Voigtländer Nokton 40 1.2
1/80 sec / F 2.8 / ISO 800
BMW 507 Vorserien-Prototyp – 1955
Sony A7RII / Voigtländer Nokton 40 1.2
1/80 sec / F 2.8 / ISO 800