Es geht drunter und drüber – Der Brückenbau

Auch beim Brückenbau habe ich mich für das leichte Pappel-Sperrholz entschieden. Hier allerdings in der Stärke von 10mm, was eher einem Zufall zu verdanken ist. Die Stärken 6mm und 8mm waren ausverkauft und von daher gab’s die 10mm zum gleichen Preis.

Die 10mm haben natürlich, was die Standfestigkeit anbetrifft, schon einen gewissen Vorteil. Aber, um es vorwegzunehmen, auch einen ernsten Nachteil:

 

Mach Dich krumm!

 

Es braucht schon einiges an Überzeugungskraft, damit die Brücke die gewünschte Form annimmt!

Ansonsten gibts zum Bau eigentlich nicht viel zu sagen…..

 

…..drunter schieben

 

 

….anzeichnen

 

 

…aussägen

 

 

fertig!

 

 

Der Überstand an der linken Seite, kurz vor der tatsächlichen Überfahrt ist kein Verschnitt. Da befindet sich mittlerweile noch ein Randstreifen!

 

Was noch zu sagen bleibt:

  • Ich habe die Teilstücke so groß wie eben möglich gelassen. Kleinteile machen nur Stress beim Ausrichten.
  • Bei mir liegt ein Schnitt genau in der Mitte der Überfahrt, dort wo die Brücke am höchsten ist. Das würde ich heute nicht mehr so machen. Da ist ein deutlicher Knick zu sehen, der sich nur schwer kaschieren ließ.
  • Als Brückenpfeiler habe ich Rohrisolierung für Solaranlagen verwendet. Die erschienen mir ein wenig stabiler, als die für den Heizungsbau. Sie lassen sich mit einem Teppichmesser leicht schneiden und sind auch preisgünstig.
  • Die Kurven leicht nach innen neigen.

 

Die Krake – Eine duale Umschaltbox

Da ich kein filigraner Lötexperte bin, habe ich davon abgesehen, eine entsprechende Umschalt-Vorrichtung direkt an der Control-Unit anzubringen. Stattdessen habe ich mich entschieden, die Vorrichtung, mit der man zwischen Digital- und Analogbetrieb umschalten kann, in einer etwas stabileren Verteilerdose unterzubringen. Da mir dadurch natürlich auch mehr Platz zur Verfügung steht, kann diese Vorrichtung dann auch etwas mehr: So brauche ich wirklich nur noch den Schalter umzulegen, um das jeweilige System in Betrieb zu nehmen. Ein Umstöpseln der Stromquellen ist nicht notwendig.

 

Anschlussübersicht

 

Im Gegensatz zum Analogbetrieb, liegt der Pluspol beim Digitalsystem auf der linken Seite. Um beide Systeme in gleicher Fahrtrichtung zu betreiben, müssen die Pole am Schalter für analog und digital also seitenverkehrt zueinander angelötet werden. Darüber hinaus werden die beiden Slots im Digitalbetrieb systembedingt natürlich  nicht getrennt. Die beiden Plus- und Minuspole müssen daher jeweils miteinander verbunden werden (Schwarz an Schwarz und Rot an Rot!). Auf das Arduino Zeitmessungs- und Stromabschaltsystem gehe ich in einem anderen Beitrag ein.

Wichtiger Hinweis: Die Arbeit an elektrischen Geräten/Systemen ist gefährlich. Ich übernehme keine Verantwortung für die Richtigkeit der von mir erstellten Dokus oder den Folgen, die sich durch den Nachbau dieser ergeben können.

Kleine Bauanleitung:

Wie schon erwähnt, habe ich für meine Umschaltbox eine handelsübliche Verteilerdose mit verschraubtem Gehäusedeckel gekauft. Auf den Deckel habe ich, entsprechend der obigen Grafik, die einzelnen 4mm-Buchsen angezeichnet und im Anschluss die dafür notwendigen Löcher im Durchschnitt der Metallgewinde gebohrt. Das mittlere Loch ist für den Schalter vorgesehen.

 

Bohrungen

 

Danach habe ich ein ungefähres Maß für die Kabellängen ermittelt, so dass sie von der Mitte des Deckels zum weitest entfernten Loch reichen. Dabei sollte man unbedingt einen Überschuss dazurechnen, da die Buchsen aufgerichtet werden müssen, um sie in die Bohrung einzuführen. Ich habe 0,75mm starkes Lautsprecherkabel verwendet. Die auf Maß geschnittenen Kabel habe ich jeweils an eine Buchse und einem Pol des Schalters angelötet.

 

Die Krake – Lötarbeiten am 12-poligen Schalter

 

Die „Krake“ habe ich dann mit dem Gehäusedeckel verheiratet, die Plastikhülsen wieder auf die Buchsen gedreht und auf der anderen Seite mit den dazu vorgesehenen Muttern befestigt. Dabei ist schon ein wenig Konzentration notwendig. Ein Anschlussplan und verschiedenfarbige Kabel helfen dabei, einen Kurzschluss zu vermeiden…..

 

„Krakenheirat“

 

Wie man am obigen Bild erkenn kann, hätte ich fast verschwiegen, dass nicht nur die „Krake in der Box lebt“ sondern ja auch noch eine Verbindung zwischen Netzteil-Eingang und Digital-Out /Anlog-Out hergestellt werden muss. Ja, beide System werden also gleichzeitig mit Energie versorgt! Aber keine Angst, die Wiedereinspeisung erfolgt ja über den Schalter, so dass beide Welten nie auf einander prallen können. Im Zweifelsfall würde also ein System nur unnötig Strom verbrauchen, was aber systembedingt eigentlich auch nicht vorkommen kann.

Jetzt nur noch den Deckel auf das Gehäuse schrauben…….

 

 

Fertige Dose

 

…und alles schön beschriften!

 

Beschriftung

 

Noch ein letzter Tipp: Wie man an der Schalterbeschriftung erahnen kann, funktioniert mein Schalter anders, als zumindest  ich es erwartet hätte. Um die auf dem Bild befindliche rechte Seite (A-IN R…) frei zu schalten, muss der Schalter nach links gelegt werden!